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Häufig gestellte Fragen

ABFERTIGUNG NEU

Abfertigung alt

Abfertigung neu

• Anspruch erst nach drei Jahren ununterbrochener Beschäftigung im gleichen Unternehmen

Anspruch ab 2. Beschäftigungsmonat bzw. ab 2. Monat der Selbstständigkeit

• Anspruch nur, wenn das Arbeitsverhältnis durch Arbeitgeberkündigung oder einvernehmliche Auflösung beendet wurde

Anspruch auch bei Selbstkündigung

• Keine Möglichkeit der vorzeitigen Auszahlung; bei Kündigung durch den Dienstnehmer selbst oder Entlassung verfallen die bisherigen Abfertigungsansprüche.

Nach drei Jahren Möglichkeit, sich bei Dienstgeberkündigung die Abfertigung auszahlen zu lassen.
Bei Dienstnehmerkündigung keine Auszahlungsmöglichkeit, aber Beiträge verbleiben in der Vorsorgekasse bzw. Ansprüche können zum nächsten Dienstgeber mitgenommen werden.

Berechnung der Abfertigung erfolgt auf Basis des Letztbezugs. Je nach Dauer des Dienstverhältnisses liegt die Höhe der Auszahlungsbeträge bei 2 bis 12 Monatsentgelten.

Höhe der Einzahlungsbeiträge ist gesetzlich mit 1,53 % des Bruttoentgelts festgelegt; Höhe der Auszahlung hängt von
den einbezahlten Beiträgen und vom erzielten Veranlagungserfolg der Vorsorgekasse ab.

Für Arbeitsverhältnisse, die nach dem 31.12.2002 begründet wurden, gilt die „Abfertigung neu“. Arbeitsverhältnisse, die am 31.12.2002 schon bestanden haben, unterliegen dem alten Abfertigungsrecht. Für diese besteht die Möglichkeit, in die Abfertigung neu zu wechseln

Der Arbeitgeber zahlt ab Beginn des zweiten Beschäftigungsmonats 1,53% der Brottolohn- und –gehaltssumme an eine Betriebliche Vorsorgekasse (BVK). Die Beiträge werden von der jeweiligen Krankenkasse eingehoben und an die jeweilige BVK weitergeleitet. Die Höhe der Abfertigung Neu ist vom Einkommen während der gesamten Dienstzeit und von den Ergebnissen der jeweiligen Kasse abhängig. Für die eingezahlten Beiträge gibt es eine Kapitalgarantie. Keine Auszahlung oder Überweisung darf niedriger ausfallen als die Summe der vom Arbeitgeber gezahlten Beiträge.

Nein. Der Test bezieht sich auf die gesetzliche Abfertigung. Eine Firmenpension (Pensionskassenzusage) ist eine freiwillige Leistung des Unternehmens.

AUSZAHLUNG

- Auszahlung der Abfertigung als Kapitalbetrag
- Belassen der Abfertigung in der BVK und Weiterveranlagung des Geldes
- Übertragung der Abfertigung an die BVK des neuen Arbeitgebers
- Übertragung in eine private Pensionszusatzversicherung oder in eine Pensionskasse

Endet ein Arbeitsverhältnis durch Arbeitgeberkündigung, Fristablauf, einvernehmliche Lösung, unberechtigte/unverschuldete Entlassung oder berechtigten Austritt und liegen zumindest drei Einzahlungsjahre vor (Zeiten bei verschiedenen Arbeitgebern werden zusammengezählt), kann die Auszahlung der Abfertigung verlangt werden.
Endet das Dienstverhältnis durch Arbeitnehmerkündigung, berechtigte/verschuldete Entlassung, unberechtigten Austritt oder bevor insgesamt 3 Einzahlungsjahre vorliegen, bleibt die Abfertigung in der BVK und wird dort weiterveranlagt.

BETRIEBLICHE VORSORGEKASSEN – ABWICKLUNG UND ANBIETER

Bei Tod gebührt die Abfertigung den unterhaltsberechtigten gesetzlichen Erben als Direktanspruch. Sind keine solchen Erben vorhanden, so fällt die Abfertigung in die Verlassenschaft.

Das Unternehmen zahlt den Beitrag über die jeweilige Krankenkasse. Von dort wird der Beitrag an die jeweilige betriebliche Vorsorgekasse (BVK)weitergeleitet.

Die Veranlagungsvorschriften sind im BMSVG verankert und müssen vom Aufsichtsrat und von der Finanzmarktaufsicht (FMA) genehmigt werden. Der maximale Aktienanteil ist auf 40% beschränkt. Für den Kunden gilt eine Kapitalgarantie.

Theoretisch kann eine Vorsorgekasse wie jedes andere Unternehmen auch insolvent werden. In dem Fall werden die Konten der Anspruchsberechtigten an eine andere Vorsorgekasse zur weiteren Betreuung übertragen.

Während der Kinderbetreuungszeiten, Bildungs- und Hospizkarenz werden die Beiträge in der Höhe von 1,53% des Kinderbetreuungsgeldes vom Familienlastenausgleichsfonds bezahlt. Bei Präsenzdienern erfolgt die Beitragszahlung bei weiterhin aufrechtem Dienstverhältnis für maximal 1 Jahr durch den Arbeitgeber.

Nach Beendigung des Dienstverhältnisses durch Arbeitgeberkündigung, bei ungerechtfertigter Entlassung oder bei einvernehmlicher Auflösung hat der/die ausgeschiedene MitarbeiterIn die Möglichkeit, durch Abgabe einer Erklärung die Auszahlung der Abfertigung zu fordern, sofern die Mindestliegedauer von 36 Monaten (3 Jahren) verstrichen ist.
Auch bei Selbstkündigung oder Entlassung bleiben die Beiträge erhalten.

Die betriebliche Vorsorgekasse wird vom Dienstgeber gemeinsam mit dem Betriebsrat ausgesucht. Bei Firmen ohne Betriebsrat schlägt der Arbeitgeber eine betriebliche Vorsorgekasse vor. Wird vom Arbeitgeber kein Beitrittsvertrag abgeschlossen, hat der Hauptverband der Sozialversicherungsträger dem Arbeitgeber eine BVK zuzuweisen.

Nach erfolgter Bezahlung der Beiträge an die Betriebliche Vorsorgekasse haben weder der Arbeitgeber noch seine Gläubiger Zugriff auf die Abfertigungsansprüche. Sollten Beiträge bzw. noch ausständige Übertragungsteilbeträge beim insolventen Arbeitgeber uneinbringlich sein, werden diese vom Insolvenz-Fonds übernommen.

1.53% der Bruttolohnsumme, inklusive Sonderzahlungen, Sachbezüge, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Überstunden etc.

Ab Beginn des Arbeitsverhältnisses. Bei einem neuen Dienstverhältnis ist der erste Monat beitragsfrei.

Die gesetzliche Kapitalgarantie schützt die Kunden prinzipiell vor nominellen Verlusten. Das Kapital kann insofern weniger werden, als eine negative Performance den Kontostand reduziert, wobei dieser durch die Kapitalgarantie nicht weniger sein darf, als die abgeführten Beiträge.
Eine freiwillige Mindestzinsgarantie bietet aktuell nur die fair-finance Vorsorgekasse AG.

Es gibt Veranlagungs- und Aufsichtsvorschriften, die die mit der Veranlagung am Kapitalmarkt verbundenen Risiken minimieren sollen. Die Anbieter sind auch in ein Anlegerentschädigungssystem einbezogen. Individuelle Abfertigungsansprüche sind bis € 20.000,- insolvenzgesichert.
Grundlage für die systemische Sicherheit ist die wirtschaftliche Trennung der Veranlagungsgemeinschaft (VG) als treuhändiges Sondervermögen von der Vorsorgekasse selbst, die in der Regel in der Rechtsform der AG betrieben wird.
Unterschiede bei der Sicherheit können sich in der Höhe der vorhandenen Eigenmittel bzw. der Eigenkapitalquote und in der „Verlässlichkeit und persönlichen Verantwortung des Managements“ oder dem „Image und der strategischen Ausrichtung der Eigentümer“ ergeben.

Eine Betriebliche Vorsorgekasse veranlagt und verwaltet die einbezahlten Beiträge treuhändisch. Eine gesetzliche Kapitalgarantie sichert eine Abfertigungszahlung zumindest in Höhe der Summe der einbezahlten Beiträge. Als Sonderkreditinstitute unterliegen die Betrieblichen Vorsorgekassen der gesetzlichen Einlagensicherung und der Kontrolle durch die Finanzmarktaufsicht.

Einmal jährlich wird den Anwartschaftsberechtigten von der Betrieblichen Vorsorgekasse eine Kontoinformation über die Höhe ihres Guthabens übermittelt

KONTOINFORMATION

Die Kontoinformation über den Kontostand am Anfang des Jahres, über die für das Kalenderjahr geleisteten Beiträge und die angefallenen Kosten, über das erwirtschaftete Veranlagungsergebnis, den Kontostand am Ende des Jahres und auch die Arbeitgeber, die im Kalenderjahr Beiträge gemeldet haben.

Werden auf das Konto keine Beiträge eingezahlt (wenn beispielsweise das Arbeitsverhältnis beendet wurde) erhält der Arbeitnehmer nur alle drei Jahre eine Kontonachricht. Ändert sich der Kontostand jedoch um mehr als € 30,-, hat der Arbeitnehmer auch vor Ablauf der drei Jahre Anspruch auf eine Kontonachricht zum Bilanzstichtag.

KOSTEN UND ERTRAG

Alle Kunden müssen hinsichtlich der Verwaltungsgebühren gleich behandelt werden. Es gibt weder individuelle Vereinbarungen zB für Großkunden, auch Verhandlungen bei Vertragsabschluss entfallen.

Die Kapitalgarantie ist in Kombination mit der durchschnittlich kurzen und für die Kassen nicht planbaren Veranlagungsdauer der Beiträge verantwortlich für eine konservative und geldmarktnahe Veranlagungsstrategie. Diese verhindert große Verluste, findet aber auch in einer vergleichsweise moderaten durchschnittlichen Performance ihren Niederschlag.

Die Verwaltungsgebühren sind gesetzlich gedeckelt. Die Höchstgrenze für Verwaltungsgebühren auf die laufenden Beitragszahlungen beträgt 3,5 Prozent, in der Praxis liegen sie darunter. Die Höchstgrenze für Verwaltungsgebühren auf das Vermögen beträgt p.a. 0,8 Prozent.

WECHSEL DER BETRIEBLICHEN VORSORGEKASSE

Ja, ein Wechsel kann zum jährlichen Stichtag erfolgen und ist für das Unternehmen leicht durchzuführen. Der Vertrag wird mit der neuen Vorsorgekasse geschlossen, der alte gekündigt. Die neue Vorsorgekasse kümmert sich um die Formalitäten.

- Zuerst wird eine neue BVK ausgewählt.
- Beitrittsvertrag mit der neuen BVK wird abgeschlossen (nur dann darf die alte BVK die Kündigung annehmen).
- Kündigung des Vertrages mit der alten BVK
Die Betrieblichen Vorsorgekassen bieten hier Musterbriefe, Kündigungsformulare und auch Unterstützung an!